Dienstag: Mülltrennung, Destillerie und Abendessen

Gepostet Von am Okt 1, 2014


Autor: Daniel Schultheiß
Ort: Blue Ash
Zeit: 8 Uhr

Nachdem wir gestern ja städtische Einrichtungen in Blue Ash besucht haben, berichte ich euch heute kurz von unserem gestrigen Programm. Wir haben uns dafür etwas weg von Blue Ash begeben und uns am Vormittag die Rumpke-Recycling-Anlage in Cincinnati angeschaut. Im Gegensatz zu Deutschland, wird hier in Blue Ash der Müll im Haushalt nur zweifach getrennt: Recyclebar und Nicht-Recyclebar. Alles was recyclebar ist, wird dann erst in einer großen Anlage maschinell und zum Teil händisch in seine einzelnen Bestandteile getrennt. Das heißt hier wird Papier, Plastik, Glas und Metall in eine Tonne geworfen, der Rest in eine andere und die Anlage trennt dann. Das funktioniert ziemlich gut und erspart die unsaubere Trennung zu Hause, bei der ja auch oft sehr kreativ getrennt wird.

Nach dem Mittagessen auf einem Schiff, dass uns während des Essens über den Ohio schipperte, besuchten wir eine kleine Destillerie in Nord-Kentucky. Da diese erst im Frühjahr diesen Jahres eröffnet wird, wird der erste Whiskey der Anlage erst im Jahr 2014 fertig sein. Wir kamen also deutlich zu früh.

Eine sehr schöne Idee war die Abendveranstaltung, bei der kleine Gruppen von je vier Teilnehmern unserer Delegation jeweils zu Hause bei einem Stadtrat aus Blue Ash eingeladen waren. Damit ergab sich die Möglichkeit für tiefer gehende Gespräche bei einem guten Abendessen. Ich war beim ehemaligen Bürgermeister von Blue Ash Jack Buckman und seiner Frau Carol eingeladen, die ich schon von meinem Besuch hier im Jahr 2010 und von deren Besuchen aus Ilmenau kannte. Von Anfang an herrschte eine sehr angenehme und offene Atmosphäre und wir haben viel über die Familie und das Leben der beiden erfahren. Das dominante Thema waren jedoch Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen unseren Ländern und Städten. Da ging es um Blitzer, Parktickets, Ausbildung, Sport und Politik. Dieser persönliche Austausch abseits von Firmenbesuchen und der Arbeit der beiden Stadtverwaltungen ist aus meiner Sicht sehr wichtig, daher habe ich den Abend genossen und hoffe, dass wir unseren Gästen beim nächsten Mal in Ilmenau etwas ähnliches anbieten können.

Heute heißt es „Business-Day“ und ich berichte morgen davon. Jetzt erstmal wieder ein paar Impressionen von gestern: